Physik · Klasse 7–8
Farben, Prisma und Farbmischung
Warum weißes Licht am Prisma bunt wird, worin sich additive und subtraktive Farbmischung unterscheiden — und warum ein rotes T-Shirt im blauen Licht schwarz aussieht.
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Worum es geht
Weißes Licht ist kein „farbloses“ Licht, sondern die Mischung aller Farben. Das Prisma macht das sichtbar, weil es die Farben unterschiedlich stark ablenkt.
Was am Prisma passiert
Licht wird beim Übergang in ein anderes Material gebrochen. Wie stark, hängt von der Farbe ab: Blaues Licht wird stärker abgelenkt als rotes. Weil im weißen Licht alle Farben enthalten sind, laufen sie hinter dem Prisma auseinander — das Ergebnis ist das Spektrum.
Wichtig: Das Prisma erzeugt die Farben nicht. Es sortiert nur, was vorher schon da war. Genau das lässt sich zeigen, indem man das Spektrum mit einer zweiten Linse wieder zu Weiß zusammenführt.
Zwei Arten von Farbmischung
- Additiv (Licht): Rot, Grün und Blau zusammen ergeben Weiß. So funktioniert jeder Bildschirm — er addiert Licht.
- Subtraktiv (Farbe): Jeder Farbstoff schluckt einen Teil des Lichts. Je mehr du mischst, desto mehr wird weggenommen, desto dunkler wird es. So funktioniert der Tuschkasten.
Dass Malen dunkler und Leuchten heller macht, ist kein Widerspruch — es sind zwei verschiedene Vorgänge.
Warum Rot im blauen Licht schwarz wird
Ein rotes T-Shirt sieht rot aus, weil es rotes Licht zurückwirft und den Rest schluckt. Fällt nur blaues Licht darauf, ist kein Rot da, das zurückgeworfen werden könnte — es bleibt dunkel. Ein Körper kann keine Farbe zeigen, die nicht auf ihn fällt.
Im Bildungsplan
Baden-Württemberg, Physik Mittelstufe, Optik.


