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Informatik · Klasse 8–10

Das Binärsystem — wie Computer zählen

Warum Rechner mit zwei Ziffern auskommen, wie du zwischen Dezimal und Binär umrechnest und was Stellenwerte damit zu tun haben.

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Worum es geht

Ein Computer kennt zwei Zustände: Strom an, Strom aus. Alles, was er tut, muss sich darauf zurückführen lassen — auch Zahlen. Das Binärsystem ist genau das: ein Stellenwertsystem mit zwei Ziffern statt zehn.

Stellenwerte verstehen

Unser Dezimalsystem hat Einer, Zehner, Hunderter — jede Stelle ist zehnmal so viel wert wie die rechts daneben. Im Binärsystem ist jede Stelle doppelt so viel wert: 1, 2, 4, 8, 16, 32 und so weiter.

Damit ist die Umrechnung kein Trick, sondern nur Addition: Schreib die Stellenwerte über die Ziffern und zähle zusammen, wo eine Eins steht.

Von Dezimal nach Binär

Zwei Wege führen zum Ziel:

  • Von oben: größten passenden Stellenwert suchen, abziehen, mit dem Rest weitermachen
  • Von unten: fortlaufend durch 2 teilen und die Reste notieren — sie ergeben, von unten nach oben gelesen, die Binärzahl

Der zweite Weg ist zuverlässiger, weil man nichts abschätzen muss. Die häufigste Fehlerquelle dabei: die Reste in der falschen Richtung ablesen.

Warum das im Alltag auftaucht

Speichergrößen, Farbwerte, IP-Adressen, Dateirechte — überall dort begegnen dir Zweierpotenzen. Wer Binär lesen kann, versteht, warum ein Byte gerade 256 Werte fasst.

Im Bildungsplan

Baden-Württemberg, Informatik Mittelstufe. Grundlage für Datendarstellung, Zeichencodierung und alles, was mit Speichergrößen zu tun hat.

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